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Urlaub in der Sächsischen Schweiz und im Elbsandsteingebirge

Nationalpark Sächsische Schweiz

im Elbsandsteingebirge

Die Zeit, in der gewaltige Naturkräfte das Fundament für unsere Region schufen, liegt weit über 100 Millionen Jahre zurück. Damals konnte der Mensch das Antlitz unserer Erde noch nicht beeinflussen. Heute lesen wir am Elbsandsteingebirge selbst über das Werden und Vergehen dieser Landschaft wie in einem aufgeschlagenem Buch.

Der Charakter der Sächsischen Schweiz wird von einem formenreich zergliederten Felsrelief geprägt. Die Vielfältigkeit mit Ebenheiten, Tafelbergen, Schluchten sowie Basaltdurchbrüchen auf so engem Raum ist einmalig innerhalb der europäischen Mittelgebirge.

Schutzgebiete im Elbsandsteingebirge

Das Landschaftsschutzgebiet und die Gebiete des Nationalparks Sächsische Schweiz bilden zusammen die Nationalparkregion Sächsische Schweiz welche von der Nationalparkverwaltung gepflegt, bewirtschaftet und erforscht wird. Das Landschaftsschutzgebiet und der Nationalpark haben verschiedene Schutzziele.

Schutzgebiete im Elbsandsteingebirge mit Landschaftsschutzgebiet und Nationalpark (Kernzone)

Landschaftschutzgebiet

Zeichen für Landschaftsschutzgebiet1956 kam es zur Ausweisung des Landschaftsschutzgebietes Sächsische Schweiz. Durch die nachhaltige Nutzung der im Schutzgebiet liegenden Flächen, kann sich die Landschaft stetig erholen. Eine touristische Nutzung ist nur im geringen Maße gewünscht, der Siedlungsbau ist auf den Eigenbedarf begrenzt. Die ansässigen Land- und Forstwirtschaften werden dazu angehalten nachhaltig zu wirken und zu produzieren.

Nationalpark (Kernzone)

Zeichen für Nationalpark1990 kam es zur Ausweisung des Nationalpark Sächsische Schweiz. Die nicht verkehrsmäßíg erschlossenen, rechtselbischen Gebiete weisen einen schützenswerten Raum auf. Aufgrund Ihrer Besonderheit und Einzigartigkeit in Mitteleuropa sind Sie seit 1990 als Nationalpark geschützt. Eine natürliche und unverfälschte Entwicklung des Nationalparks ist das Ziel der Nationalparkverwaltung.

Aktivitäten im Nationalpark

Der Nationalpark wurde 1990 ausgerufen. Seit jeher kümmert sich die Nationalparkverwaltung um das Wohlergehen des Nationalparks. An sportlichen Herausforderungen mangelt es nicht. So bietet das Nationalparkgebiet die Möglichkeit zu klettern und zu wandern, rad zu fahren oder auf dem Fluß Elbe aktiv zu werden.

Wanderwege

Wanderwegenetz im NationalparkDie gesamte Nationalparkregion bietet in etwa 400 km markierte und gepflegte Wanderwege. Diese verfügen teilweise über Brücken und Stiegen, durchqueren enge Felsschluchten und führen über majestätische Tafelberge. Eine Ausschilderung der Wanderrouten ist im gesamten Nationalpark vorhanden und wird zusätzlich durch die Markierung von farbigen Wegepunkten erleichtert. Laut dem Wegegebot dürfen in der Kernzone des Nationalparks nur die gekennzeichneten Wege und Pfade betreten werden. Außerhalb dieser sensiblen Schutzzone ist das verlassen des Wanderwegs jederzeit möglich.

Kletterfelsen

Kletterer im GurtIm gesamten Gebiet gibt es ca. 750 genehmigte und ausgewiesene Kletterfelsen die mehr als 13.000 Wege bereithalten. Diese sind nach einen speziell für die Sächsische Schweiz entwickelten Schwierigkeitssystem eingestuft. Als Klettergebiet in einem Mittelgebirge ist das Elbsandsteingebirge weltweit einmalig und für seine abwechslungsreichen Klettergipfel sehr beliebt. Viele Anbieter von Klettertouren laden zu einem Schnupperkurs ein. Informationen über die 13 Klettergebiete wie beispielsweise das Rathener Gebiet, das Gebiet der Steine, oder das Basteigebiet finden Sie hier.

Aussichtspunkte

Aussischtspunkt KipphornaussichtDie naturbelassenen Ausischtspunkte im Nationalparkgebiet bieten einen herrlichen Panoramablick über die sagenhafte Felslandschaft des Elbsandsteingebirges. Beispielhaft wäre hier die Kipphornaussicht, die Bastei, der Gamrig, der Brand, der Rauenstein, der Pfaffenstein, Gohrisch und Papststein oder die Schrammsteine, welche gerade zu den Morgen- und Abendstunden überwältigende Eindrücke beim Wanderer hinterlassen - vergessen Sie ihren Fotoapparat nicht!

Fahrradrouten

Fahrradfahrer auf dem Radweg50 km markierte Fahrradtouren bietet das Nationalparkgebiet. Fahren Sie in einem landschaftlich sehr reizvollem Naturgebiet mit ausergewöhnlicher Flora und Fauna. Zu empfehlen sind auch die Mountainbiketouren die sich bis in den Nationalpark ziehen. Eine Übersicht der Fahrradwege können Sie auf der Seite der Nationalparkverwaltung erhalten. Viele Routen schliessen sich an den gut ausgebauten Elberadweg an.

Ziele zum wandern im Nationalpark

Erhalten Sie hier einen Überblick über die Wanderziele im Nationalpark von Stadt Wehlen (West) nach Hinterhermsdorf (Ost).

Uttewalder Grund

 

Zwischen Stadt Wehlen und Uttewalde liegt der wildromantische, auch im Sommer angenehm kühle, Uttewalder Grund. Der Wanderweg befindet sich in einer engen Schlucht, welche beidseitig von Felsen und Bäumen umgeben ist.

Bastei

 

Der in Richtung Elbe ragende Felsrücken wird als die Bastei bezeichnet. Man genießt von der Bastei einen traumhaften Fernblick über die Steine und Berge der Sächsischen Schweiz.

 

Schwedenlöcher

 

Die Schwedenlöcher sind ein sehr steiler Wanderweg der von der Bastei hinab zum Amselsee führt. Als im Dreißigjährigen Krieg, Bauern ihr Hab und Gut vor den Schweden an dieser Stelle in Sicherheit brachten entstand der Name Schwedenlöcher.

Lilienstein

 

Der Lilienstein ist ein rechtselbiger Tafelberg. Er ist einer der eindrucksvollsten seiner Art und liegt nördlich von Ebenheit. Er bietet eine traumhafte Aussicht über die gesamte Sächsische Schweiz und einen besonderen Blick zur Festung Königstein.

Hockstein

 

Der Hockstein liegt an der ehemaligen Rennstrecke "Deutschlandring". Diese Rennstrecke war eine der ersten in Deutschland. Vom Hockstein führt ein direkter Weg zum Polenztal hinab. Der Hockstein selbst ist eine Aussichtsplattform mit Blick ins Polenztal.

Polenztal

 

Das Polenztal ist berühmt für seine Märzenbecherwiesen. Es zeichnet sich aber auch durch die vielen Vorkommen seltener Pflanzen wie die echte Stachelbeere, Mondviole, Bärlauch, Binsenwollgras und Silberstern, welche entlang des Flusslaufs der Polenz wachsen, aus.

Brandaussicht

 

Die Wände des Polenz- und Sebnitztales werden als Brandgebiet bezeichnet. Der Brand mit seiner Aussichtsplattform bieten einen Rundumblick über die Tafelberge des Elbsandsteingebirges. Deswegen wird er auch als "Balkon der Sächsischen Schweiz" betitelt.

Waitzdorfer Höhe

 

Nahe eines der kleinsten Dörfer Deutschlands, welches zudem als einziges direkt im Nationalpark der Sächsischen Schweiz liegt, befindet sich die Waitzdorfer Höhe, ein Aussichtspunkt der Sächsischen Schweiz. In Richtung Westen blickt man auf Hohnstein, Rathen, Königstein und Bad Schandau.

Schrammsteine

 

Die Schrammsteine sind Sandsteinerhebungen mit einer, für unsere Region, typischen Zerklüftung. Sie befinden sich östlich von Bad Schandau. Man unterteilt Sie in die vorderen und hinteren Schrammsteine.

Kleine Bastei

 

Die kleine Bastei ist ein Aussichtspunkt oberhalb von Schmilka. Vorteilhaft von dieser Aussicht mit einem hinreisenden Elbtalblick, ist die Abgeschiedenheit im Vergleich zum touristischen Wanderziel Schrammsteine.

Affensteine

 

Die Affensteine sind eine Reihe von vielen Felstürmen. Für erfahrene Kletterer ist dieses Gebiet ein interessantes Erlebnis. Im Westen grenzen die Affensteine an die Schrammsteine.

Kuhstall

 

Der Kuhstall bildet eine besondere Felsform in der Sächsischen Schweiz. Er ist das zweitgrößte Felsentor des Elbsandsteingebirges mit einer begehbaren Aussichtsterrasse (Himmelleiter).

Kipphornaussicht

 

Eines der Motive, des berühmten romantischen Malers Casper David Friedrich, ist die Kipphornaussicht. Sie bietet einen sagenhaften Ausblick in das Elbtal.

Großer Winterberg

 

Mit seiner künstlichen Aussichtsplattform am Berghotel ist der Große Winterberg einmalig in der Kernzone des Nationalparks. Startpunkt einer Wanderung ist Schmilka ein Ortsteil von Bad Schandau.

Kleiner Zschand

 

Der Kleine Zschand ist ein Teil des Klettergebiets Sächsische Schweiz. Die Kletterziele im Gebiet des Kleinen Zschand liegen im großen Felskessel, welcher von den Bärenfangwänden zwischen Heringsloch, Roßsteig und Bösem Horn und den Ostabstürzen des kleinen Winterberges gebildet wird.

Großer Zschand

 

Der Große Zschand befindet sich in der Kernzone des Nationalparks. Er wurde früher als Handelsverbindung zwischen Böhmen und Sachsen genutzt. Er befindet sich zwischen der Neumannmühle und dem Zeughaus. Salzlecken und Bärenfanggruben sind Zeugnisse der jagdlichen Nutzung des Gebietes.

Thorwalder Wände

 

Königsplatz

 

Kirnitzschtalklamm

 

Flora & Fauna des Nationalparks

Die Biosphäre des Nationalparks bietet einen Artenreichtum der einmalig in Europa ist. Viele seltene Tiere wie der Gartenschläfer oder Wanderfalke hausen in den feuchten Gründen und Schluchten, Wäldern und Heiden. Die Bewahrung der natürlichen Artenvielfalt ist das Credo der Nationalparkverwaltung.

Fischotter

Fischotter mit fressenDer Fischotter ist eine seltene Tierart und gilt in Europa als besonders schützenswert. Laut IUCN wird er allerdings als "gering gefährdet" eingestuft. Er ist völlig auf das Wasserleben angepasst, was seine Schwimmhäute zeigen. Er wird bis zu 130 cm lang und bis zu 13 Jahre alt (in Gefangenschaft sogar bis zu 22 Jahre). Er kann bis zu 8 Minuten unter Wasser bleiben.

Der Fischotter

Der Fischotter wird bis zu 1,30 m lang und bis zu 13 Jahre alt. Er ernährt sich zum Großteil von kleinen Fischen. Der Bestand wir auf 10-15 Fischotter geschätzt.

Ein Großteil seiner Nahrungsquelle sind kleine Fische. Im Allgemeinen frisst der Eurasische Fischotter das was er im Wasser am leichtesten erbeuten kann. Er ernährt sich somit auch von Fröschen, Wasserratten, Enten und ähnlichen Lebewesen. Seiner besonderen Anpassungsfähigkeit verdankt er das Vorkommen auf allen europäischen Festländern. In Sachsen und dem Nationalpark Sächsische Schweiz nimmt der Bestand Dank guter Schutzmaßnahmen wieder zu. Er findet sich in den Gewässern Sebnitz, Kirnitzsch und Polenz. Der Gesamtbestand wird auf 10-15 Fischottern geschätzt (Quelle: Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz).

Wanderfalke

Wanderfalke auf einem AstDer Wanderfalke ist ein Greifvogel und zählt zu den größten Exemplaren seiner Gattung. Er ist ein Vogeljäger d.h. er jagt und ernährt sich ausschließlich von kleinen und mittleren Vogelarten. Er hat eine Flügelspannweite von bis zu 1,20 m und kann ausgewachsen bis zu 1,3 kg (Weibchen) wiegen. Ein Wanderfalke wird bis zu 18 Jahre alt. Aufgrund der großflächigen Anwendung von DDT (Dichlordiphenyltrichlorethan) in der Land- und Forstwirtschaft in den 60er Jahren starb der Wanderfalke in Europa fast komplett aus.

Der Wanderfalke

Der Wanderfalke hat eine Flügelspannweite von bis zu 1,20 m. Er kann bis 18 Jahre alt werden und 1,3 kg schwer. In der Sächsischen Schweiz leben ca. 14 Paare mit 27 Jungvögeln.

Grund war, das dass Gift die Eierschalendicke der Brut verringerte und somit das Gelege nicht überleben konnte. Mit dem Verbot von DDT Anfang der 70er Jahre und die Aufnahme des Wanderfalken in den Status der bedrohter Tierarten stieg der Bestand nach 1975 wieder an und die Gesamtpopulation wird heute laut IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources) als "nicht gefährdet" eingestuft. Durch ein Wiederansiedlungsprogramm in den 90er Jahren brütet der Wanderfalke auch wieder in der Sächsischen Schweiz. Im Jahre 2005 lebten in der Sächsischen Schweiz 14 Paare, die 27 Jungvögel aufzogen (Quelle: Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz).

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